Heilen mit der Kraft der Natur, Prof. Andreas Michalsen
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- Substrat: 90% der Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten sind vermeidbar
- Reiz-Reaktions-Mechanismus:
- nicht die Abwesenheit von Schlechtem (Homöostase), sondern die Fähigkeit zur Anpassung (Homöodynamik) machen Gesundheit aus
- Positiver Stress kann anregend und stärkend sein (Eustress); lässt der Stress nicht nach oder löst Stress Panik aus, dann überfordern wir den Organismus und werden krank (Distress)
- eine geringe Dosis einer Substanz, die sonst giftig ist, kann positiv wirken, weil der Körper auf Reiz mit Reaktion reagiert
- zuerst von Paracelsus im 16. Jahrhundert beschrieben
- Fasten:
- Empfohlenes Fastenprogramm bei Rheuma, Schuppenflechte, Diabetes, Bluthochdruck, Migräne, Reizdarm:
- intermitterendes Fasten (14+ Stunden pro Tag fasten) +
- 1 Fastentag pro Woche mit ca 800 kcal +
- alle 6-12 Monate 1-2-wöchiges Heilfasten (keine Obstsäfte, kein mehrtägiges Wasserfasten (Muskelabbau))
- Er frühstückt nicht und isst 2x täglich (mittags und abends)
- Fasten ist entzündungshemmend: nach jeder Mahlzeit sind mehr weiße Blutkörperchen im Blut (postprandiale Leukozytose) --> Zeichen von leichter Entzündung (!nach jeder Mahlzeit!) --> Wenn jede Nahrungszufuhr zu Entzündung führt, dann ist Fasten entzündungshemmend
- Magenknurren ist gesund, weil es den Verdauungstrakt reinigt
- 'Hara Hachi Bu' ist ein japanisches Sprichwort: Iss nur, bis du zu 80% gesättigt bist.
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollte Intermittierendes Fasten in Ernährungsempfehlung aufnehmen: 2 gute Mahlzeiten pro Tag ausreichend
- nach 12-14 Stunden gehen gesunde Körperzellen in Verteidigungsmodus - ideal bei Chemotherapien für Krebspatienten
- Fasten ist extrem effektiv bei Diabetes und Fettleber
- Vitamintabletten können schädlich sein:
- Viele Menschen denken, es reicht aus, Vitamintabletten oder andere Mikronährstoffe einzunehmen, die als Antioxidantien beworben werden.
- Vitamine unterdrücken Selbsthilfe-Mechanismen des Körpers. Beim Sport entstehen freie Radikale, auf die der Körper mit Abwehrmechanismen reagiert. Führen wir Vitamine zu, fährt der Körper nicht die Abwehr hoch - Studie aus der Schweiz
- Kältekuren:
- wir können eigene Wärmeproduktion beeinflussen, Immunsystem stärken und Schmerzen lindern
- in Wärme kommt es zur Erweiterung der Gefäße (Vasodilatation), in Kälte zu Verengungen (Vasokonstriktion)
- an Charité haben sie Kältekammer mit -110 Grad Celsius. Patienten stehen nur mit Mütze, Handschuhen und Socken bekleidet 3 Minuten in Kältekammer und berichten von geringeren Schmerzen für mehrere Tage
- warmes Fußbad vor dem Schlafengehen hilft beim Einschlafen
- Kühlere Temperaturen zwischen 18-19 Grad (insb. im Schlaf) führen zu Verbesserung des Zucker-Fettstoffwechsels - Studie aus USA
- Frauen haben mehr körpereigene Wärmepolster an Beinen, wenn sie im Winter kürzere Röcke tragen - Studie aus Japan
- Sebastian Kneipp (1821-1897) hat die Hydrotherapie ("kalte Wasserbäder") in Deutschland berühmt gemacht. Zu seiner Zeit fühlten sich viele Menschen körperlich überfordert und krank wegen Industrialisierung und enger werdender Städte
- Placebos wirken:
- Hoffnung aktiviert Gehirnregionen (bspw. über Bindungshormon Oxytocin), die für Dämpfung von Schmerz zuständig sind - Studie aus Italien
- Durch Aktivierung dieser Gehirnregionen schüttet der Körper eigene Opioide zur Linderung aus - Studie aus Deutschland
- Wechselwirkungen von Medikamenten:
- ältere Menschen schlucken durchschn. 8-10 Medikamente für chronische Krankheiten pro Tag
- ab 3 Medikamenten haben wir im Prinzip keine Ahnung mehr, zu welchen Wechselwirkungen es kommt
- Gesundheitsmatrix nach Aaron Antonovsky:
- Verstehbarkeit ("Ich habe Erklärungen für das, was sich ereignet")
- Handhabbarkeit ("Ich bin überzeugt, dass Krisen zu positiven Entwicklungen führen")
- Sinnhaftigkeit ("Was ich tue, hat einen Sinn")
- kommen alle 3 zusammen, besteht psychische Gesundheit ("Kohärenz")
- Fleischreiche Ernährung:
- fleischreiche Ernährung erhöht Eisenspiegel (Ferritin)
- Eisenüberladung erhöht Insulinresistenz und reduziert Adiponektin, Hormon zum Schutz vor Diabetes
- schwefelhaltige tierische Eiweiße (bspw. Methionin, Cystein) sind krebsfördernd - Tierstudien
- Sonstiges:
- Genaktivität ist von Jahreszeit abhängig - Studie von 2014